Ich bin jetzt seid einem Monat in Ruanda und habe schon einiges erlebt und möchte euch davon berichten. Aber nochmal ganz von vorne…
Am 24. August bin ich mit meinen Mitfreiwilligen Elena , Romy und Haben von Frankfurt aus losgeflogen. Nachdem wir uns verabschiedet haben hat unsere Reise begonnen. Von Frankfurt nach Istanbul und anschließend nach Kigali, wo wir um kurz nach 1 Uhr in der Nacht gelandet sind. Wir wurden am Flughafen abgeholt mussten uns jedoch aufteilen da nicht alle Koffer in ein Auto gepasst haben. Das erste Mal Kigali bei Nacht war ein wunderschöner Anblick. Die Sicherheitslichter vor den Häusern streckten sich über die hügelige Landschaft und die warme Luft wehte durch das offene Fenster. In unserem Hostel angekommen wollten wir einfach nur schlafen, als die erste Überraschung auf uns wartete – eine große Kakerlake in unserem Zimmer ( keine Seltenheit wie wir später noch erfahren durften). Nachdem wir sie mit Mühe und Not beseitigen konnten sind wir sehr erschöpft von der langen Reise in unsere Betten gefallen.
Am nächsten Morgen haben wir ein leckeres Frühstück mit Obst und Pfannkuchen bekommen (s. Bild 1) und sind so langsam in den Tag gestartet. Unser Mentor Damascéne ist im Laufe des Tages mit uns zur Bank und zu MTN dem SIM Karten Händler Ruandas, gefahren um Geld abzuheben und Internet zu kaufen und unseren Mobile Money ( MOMO) Account zu aktivieren. Momo ist die gängige Zahlungsmethode in Ruanda und funktioniert ähnlich wie Paypal, nur dass es nicht über eine Emailadresse funktioniert, sondern über die SIM Karte. Um Geld auf das Konto zu laden gibt man Momo Agents mit gelben Westen, die an jeden Straßenrand sitzen Bargeld und sie laden es dafür auf den Momo Account. Damit kann überall gezahlt werden egal ob Bus Tickets, auf dem Markt oder im Cafè.
Die folgenden Tage bestanden daraus vormittags von 9-13 Uhr mit unserem Lehrer Alexis Kinyarwanda zu lernen, was sich als schwieriger als gedacht herausstellte. Er war sehr begeistert von Sprachen und zog Vergleiche zu Swahili, Hindi, Französisch und sogar Deutsch. Was es für uns nicht immer einfacher machte. Er brachte uns nicht nur die Sprache, sondern auch die Kultur etwas näher. In den ersten Tagen ging er mit uns nach Kigali auf den Markt, was für uns sehr herausfordernd war , die vielen Menschenmassen die auf einen einredeten, versuchten etwas zu verkaufen oder einfach neugierig waren, sind sehr gewöhnungsbedürftig. Nach 10 Tagen indem es meist Pommes, Avocado und Pfannkuchen für uns gab, wir einige Termine bei dem Behörden bezüglich unseres Visums hatten, einige Kakerlaken und Geckos zu Besuch in unserem Zimmer waren, wir die Stadt etwas mehr erkundigt haben und viel zusammen gelacht haben, ging es am 3. September für uns in unsere Einsatzellen.
Wir wurden von der Leitung der Schwesternschaft, Schwester Marie-Luise, abgeholt und sind dann 4 Stunden durch die hügelige und kurvige Landschaft gefahren, mit einigen Stops um bspw. ein Paar Bananen oder Passionsfrüchte zu kaufen.(s. Bild 2)
Angekommen in dem kleinen Dorf Rubengera im Westen Ruandas in der Nähe vom Kivu See wurden wir herzlichen von den Schwestern begegrüßt. Nach einem gemeinsamen Mittagessen könnten wir in Ruhe unserer kleines Haus auf dem Schwester Gelände einrichten. Unser Haus ist relativ gut eingerichtet mit 3 Schlafzimmern, einer Küche , Bad und einem Wohnzimmer. Allerdings durch die kurze unbewohnte Zeit nicht auf ihrem saubersten Zustand. Am nächsten Tag wollten wir unsere Umgebung etwas erkunden mit dem Ziel Lebensmitttel zu finden und wurde leider enttäuscht es gibt keinen Supermarkt , sondern nur eine Tankstelle 20 Minuten zu Fuß, die das nötigste im Sortiment hat, das war für uns erstmal schwierig. Zum Glück sind wir immer herzlich eingeladen mit den Schwestern zu essen. Bei den Schwestern gibt meist rote Bohnen mit Reis, Kartoffel, Maniok ( Mix aus Kartoffel und Süßkartoffel), Kochbananen und Erdnusssoße, die wir schon sehr ins Herz geschlossen haben, genauso wie die Schwestern.
Wie wir uns weiter eingelebt haben, wie unser erster Schultag war und was wir sonst so in unserem ersten Monat erlebt haben erfahrt ihr im nächsten Beitrag 🙂
Alles Liebe eure Antonia



0 Comments